Crazy Lab

Nie das Wasser in die Säure sonst geschieht das Ungeheure! So lernt es der Chemiestudent im ersten Semester. Also auf die richtige Mischung und eventuell auch auf die Reihenfolge kommt es an, damit einem beim Zusammenbrauen der Ansatz nicht zischend und krachend um die Ohren fliegt. Genau das ist auch die Kunst bei Crazy Lab.

crazyLabDieses Kartenspiel hat zwei wesentliche Elemente mit dem guten alten Spiel Sticheln gemeinsam. Jeder Spieler hat eine Minusfarbe, die den Mitspielern bekannt ist, und kann immer jede Karte aus der Hand spielen, d.h. es gibt keinen irgendwie gearteten Zwang zum Bedienen. Zusätzlich wählt bei Crazy Lab aber jeder Spieler nach Erhalt seiner Karten auch eine Plusfarbe, die den Mitspielern nicht bekannt ist. Auf den Spielkarten sind jeweils Bechergläser mit einer oder mehreren Farben als Inhalt abgebildet. Den Farben sind verschiedene Punktwerte zugeordnet, die am Ende für denjenigen zählen, der den Stich macht. Vor jedem der 10 Stiche wird zufällig eine der 5 Farben als Trumpffarbe bestimmt. Den Stich bekommt der Spieler, der die Karte mit der höchsten Trumpffarbe gespielt hat, bei Gleichheit, derjenige, der die Karte eher gespielt hat. Wird keine Karte mit der Trumpffarbe gespielt, bekommt derjenige den Stich, der die Karte mit dem höchsten Wert irgendeiner Farbe als erster gespielt hat. Der Spieler, der den Stich gemacht hat, spielt die erste Karte für den nächsten Stich, nachdem die neue Trumpffarbe festgelegt wurde. Am Ende werden für jeden Spieler die Pluspunkte ermittelt und davon seine Minuspunkte abgezogen. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Punkten. Das Spielprinzip ist also sehr einfach.

Dennoch hat das Spiel durchaus viele taktische Möglichkeiten und ein enormes Potenzial zur Schadenfreude. Es macht richtig Spaß jemandem, der vorwitzig sticht, dicke Minuspunkte in den Stich zu legen. Da kann man doch mal richtig Schwein sein. Vielleicht ist es aber auch besser zu übernehmen, um sich selbst Pluspunkte zu sichern. Bei jedem Stich ist es wichtig abzuschätzen, ob er für einen der Mitspieler interessant ist und wie gut er einem selbst passt. Vermeide ich es nach Möglichkeit, zu früh zu offenbaren, welche Plusfarbe ich habe, um im entscheidenden Moment richtig zuzuschlagen, oder nehme ich von Beginn alle Pluspunkte, die ich bekommen kann?

Crazy Lab ist also ein etwas anderes Kartenspiel und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich würde es jederzeit wieder spielen und vergebe gerne 5 Würfelpunkte.

Franz-Hubert Haegel

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